Die Geschichte der Narrenzunft Altenburg e.V.

Die Gründung der Narrenzunft Altenburg geht auf das Jahr 1963 zurück, doch weiß man, dass auch in früheren Zeiten es viele närrische Aktivitäten gab. Die ältesten schriftlichen Beweise gehen auf die Barockzeit zurück (17. / 18. Jahrhundert), als die Altenburger Meister zur „Rheinauer Trinkstubengesellschaft" gehörten und dort die typische „Herrenfasnacht" gemeinsam mit den Klosteroberen und der rheinauischen Zünftlern feierten. Die Dorffasnacht der letzten 50 Jahre verdankt zu einem großen Teil ihre Fortentwicklung den Altenburger Vereinen.

Seit 1962 wurde in Altenburg die Narrenzeitung - die "Dorfrätsche" - herausgegeben und als äußeres Zeichen der angebrochenen fünften Jahreszeit stellte man einen Narrenbaum. Bald  entstand auch der Wunsch nach einer Maskenfigur. Nach den Ideen von Zunftmeister Herman Abert (späterer Gründungspräsident der Narrenvereinigung Kleggau) und Zunftmaler Paul Altenburger nahm der Altenburger „Schnörri" allmählich Gestalt an. Beim Rebstockwirt Herbert Schwarz in Bräunlingen, einem Schwarzwälder „Schnäfler", entstand die Holzmaske. 1967 wurde der erste „Schnörri" aus der Taufe gehoben.

Die Narrenzunft Altenburg zählt 89 aktive Mitglieder und hat als Narrenfiguren den Schnörri, das Löhrmarianneli, die Zunftgesellen Blau-Gelbe und den Narrenpolizisten. Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren die Narrentreffen der Narrenvereinigung Kleggau, das erste Treffen überhaupt 1979, gefolgt von weiteren Treffen 1986, 2001 und 2013. Die Vorstandschaft der Altenburger Narrenzunft wird von Oberzunftmeister Robert Binkert geführt.

Die einzelnen Gruppen und Fasnachtsfiguren stellen sich vor.

Der Schnörri

1967 wurde der erste „Schnörri" aus der Taufe gehoben. Der Name „Schnörri" ist von einem alten Neckvers der Jestetter abgeleitet. Aus diesem Spruch geht hervor, dass die Altenburger nicht auf den Mund gefallen sind, besonders nicht zur Fasnachtszeit.

Die Gruppe der Schnörri besteht derzeit aus 46 aktiven Mitgliedern und wird seit 2006 von unserem Oberschnörri Sandra von Maikowski geleitet.

Der Jungschnörri

Die Jungschnörri bilden die Nachwuchsgruppe der Narrenzunft und gehören mit derzeit 32 Jungs und Mädchen zwischen 1 und 15 Jahren hinsichtlich der Mitgliederzahl zu den grösseren Gruppen innerhalb der Zunft.

Die Nachwuchsgruppe wird seit 2008 von Arlene Vellutini zusammen mit Anja Gutt geleitet.

Das Löhrmarianneli

Zu Narrenrat, Polizei und Zunftgesellen kam 1977 als neue Facette im Altenburger Fasnachtsbild die Figur des „Löhrmarianneli" hinzu.

Nach einer Sage hauste in einem Wald zwischen Altenburg und Jestetten eine eigenwillige Frau. Sie half den Leuten mit ihren Kräutern bei Krankheiten.

1996 bekam die Figur ein neues Häs, was ein Chrüterwiibli darstellt.

Seit 2009 wird die Gruppe von derzeit 17 Löhrmarianneli von unserem Ober-Löhrmarianneli Gabi Handloser geleitet.

Die Zunftgesellen

Seit Bestehen der Narrenzunft 1963 existiert die Gruppe der Zunftgesellen. Aus ihren Reihen resultierte in früheren Jahren die Vorstandschaft.

Seit 2007 wird die Gruppe von derzeit 26 Blau-Gelben von unserem Ober-Blau-Gelben Gerold (Mäx) Schmitt geleitet.

Der Narrenpolizist

Mit der Gründung der Narrenzunft 1963 wurde auch die Figur des Narrenpolizist aus der Taufe gehoben. Erster Amtsinhaber war der inzwischen verstorbene Herbert Siedler.

Seit 1998 bekleidet Michael Fink das Amt des Narrenpolizist und ist während der 5. Jahreszeit Hüter der Narrengesetze.

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© Kay & Severin Unzicker